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Notfall

Innere Medizin

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung vollzieht sich auf vier internistischen Stationen, die alle eine gemischte Belegung aufweisen. Von daher wird auf jeder einzelnen Station das gesamte Spektrum der Krankheiten aus der Inneren Medizin angetroffen. Da auf jeder der etwa 30 Betten zählenden Stationen ein, höchstens zwei Studenten gleichzeitig tätig sind, besteht die Möglichkeit zur aktiven verantwortungsvollen Arbeit unter der Anleitung der Stationsärzte, der Oberärzte und des Chefarztes.

Die Studenten betreuen die Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung und nehmen an sämtlichen in der Zeit vorzunehmenden Untersuchungen teil, führen diese zum Teil selbst unter Anleitung durch, stellen den Patienten bei der Oberarzt- und Chefarztvisite vor und formulieren schließlich den Abschlussbericht. Die Betreuung der Patienten vollzieht sich unter regelmäßigem Feedback mit den Verantwortlichen. Fakultativ kann die Intensivmedizin auf der interdisziplinären Intensivstation erfahren werden. Die Teilnahme am Notarztdienst ist möglich. Für Blutentnahmen steht ein zentraler Dienst zur Verfügung.

  • Teilnahme an Untersuchungen in der kardiologischen Funktionsdiagnostik

    • EKG, Belastungs-EKG, LZ-EKG, LZ-Blutdruck 
    • Herzultraschall inklusive Doppler und Farbdoppler 
    • Transösophageale Echokardiographie 
    • Stress-Echokardiographie 
    • Farbdoppler-Duplex-Sonographie der Gefäße 
    • Elektrophysiologische Untersuchungen 
    • Spiroergometrie/Schlafapnoediagnostik 
    • Schrittmacher-Defibrillatorkontrollen 
    • Kardio-MRT (Kernspinuntersuchung)     
  • Teilnahme an Untersuchungen in der pneumologischen Funktionsdiagnostik

    • Lungenfunktions-Diagnostik (Bodyplethysmographie) 
    • Diffusionskapazitätsbestimmung 
    • Spiroergometrie 
    • Bestimmung der Atemlast und Atemkraft 
    • Bronchoskopien mit 
      • transbronchialer Biopsie 
      • Argon-Plasma-Beamer-Therapie 
    • Endobronchialer Ultraschall 
    • Pleurasonographien 
    • Pleurapunktion und Pleuradrainagetherapie 
    • Schlafapnoescreening 
    • Allergiediagnostik 
  • Teilnahme an Untersuchungen in der gastroenterologischen Funktionsdiagnostik

    • Sonographie des Abdomen- und Retroperitonealraumes 
    • Farbdoppler und PW-Doppler der großen abdominellen Gefäße, der Nierenarterien und der peripheren Venen, Kontrast Sonographie 
    • gezielte Feinnadelpunktionen, Leberblindpunktionen 
    • Endoskopie des oberen und unteren Verdauungstraktes, einschließlich Polypektomie, Bougierung, Stenteinlage, Argonbeamer- und Lasertherapie 
    • ERCP und Papillotomie mit Steinextraktion oder Stenteinlage 
    • Perkutane transhepatische Cholangiographie und Drainage 
    • Langzeit-pH-Metrie 
    • Endosonographie 
    • H2-Atemteste     
  • Teilnahme an Untersuchungen und Therapien in der hämato-onkologischen Funktion einschließlich Onkologischer Tagesklinik

    • Knochenmarkzytologie, einschließlich der gängigen zytochemischen Färbungen 
    • Begutachtung der Präparate am Lehrmikroskop, Möglichkeit zum Mitbetrachten, Bildverarbeitung und -dokumentation 
    • Erstellen von Therapiekonzepten für ein breites Spektrum hämatologischer und solider Neoplasien
  • Teilnahme an Untersuchungen in der endokrinologischen Funktionsdiagnostik

    • Vorbereitung und Durchführung von endokrinologischen Funktionstests 
    • Sonographien der Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Pankreas, Nebennieren und Hoden 
    • Bewertung radiologischer Verfahren 
    • Interpretation von Laboruntersuchungen 
    • Untersuchung, Bewertung und Therapie von Typ 1 und Typ 2-Diabetikern 
    • Schulungen von Menschen mit Diabetes mellitus 
    • Therapie und Prävention diabetischer Folgeerkrankungen 
    • Teilnahme an der mittäglichen halbstündigen internistischen Röntgendemonstration mit der Möglichkeit, eigene Patienten einzubringen und vorzustellen 
  • Teilnahme an Untersuchungen und Therapie im Bereich Psychosomatik

    • Teilnahme an psychosomatischen Konsilgesprächen 
    • Einblicke in Diagnostik von Psychopathologie und Ressourcen 
    • Fokus auf die ärztliche Gesprächsführung 
    • Einführung in die entsprechende Differentialdiagnostik (psychische Komorbidität, z. B. Depression, somatoforme bzw. funktionelle Störungsbilder, somatopsychische Wechselwirkungen) unter Berücksichtigung somatischer und psychischer Befunde 
    • Erörterung von therapeutischen Ansätzen und Empfehlungen (Psychotherapie, Psychopharmakotherapie) 

Theoretische Ausbildung

Die Innere Medizin bietet durchgehend einen EKG-Kurs an sowie weitere – zweimal in der Woche stattfindende – Lehrveranstaltungen in Form von Fallbesprechungen und Unterricht am Krankenbett in kleinen Gruppen. Dabei wird besonderer Wert auf Diagnostik, Differentialdiagnostik und Therapie gelegt. Weiterhin wird eine Einführung in die Echokardiographie und Farbdoppler-Duplex-Untersuchung der Gefäße angeboten. Neue Therapieverfahren werden einmal wöchentlich morgens besprochen unter Hinzuziehung aktueller Publikationen und Entwicklungen auf dem jeweiligen Gebiet.

Die Labormedizin ist in die Fachabteilung für Innere Medizin integriert. Dort finden Blockseminare im Rahmen der Ausbildung Innere Medizin statt mit Übungen zur Technik der Laboruntersuchungen, Interpretation von Laborergebnissen, Durchführung von Blutgruppenbestimmungen und Interpretationen von Kreuzproben. Blutausstrichbeurteilung erfolgt nach Vereinbarung im Labor. Pathologisch anatomische Konferenzen finden in Zusammenarbeit mit dem Pathologischen Institut der Universität Bonn statt. Ein Sektionssaal wird auf dem Krankenhausgelände durch Mitarbeiter des Pathologischen Instituts der Universität Bonn genutzt.

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