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Rettungseinsätze wurden trainiert

Fortbildung von Rettungswache Andernach und Weißenthurm mit dem Notarztstandort am St. Nikolaus-Stiftshospital

Weißenthurm. Notärzte und Personal der Rettungsdienste der Rettungswachen Andernach und Weißenthurm sowie des Notarztstandorts am St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach trafen sich zu einer gemeinsamen Fortbildung. Solche FRRP-Fortbildungen (FRRP = Fortbildung Rettungsdienst Rheinland-Pfalz) sind turnusmäßig vorgesehen, damit die Einsatzkräfte auf alle Szenarien an Unfallorten vorbereitet sind.

Nach der Begrüßung durch den Ärztlichen Leiter der Rettungsdienste Koblenz / Westerwald, Dr. Christian Voigt, in der Feuerwache Weißenthurm, standen zunächst mehrere Stunden Theorie auf dem Plan. Bei einem Unfall sind in der Regel Feuerwehr, Notfallsanitäter und Ärzte vor Ort. Daher gab es Vorträge von Norbert Fachbach (Feuerwehr Weißenthurm), Benedikt Steinbach (DRK) und der Notärztin Dr. Steffi Schwegmann, die die jeweils eigenen Aufgaben an einem Unfallort beleuchteten.

Das gab eine Grundlage für den praktischen Teil der Fortbildung, denn an einem Unfallort ist das Zusammenspiel der drei Einheiten sehr wichtig, um ein rasches Retten zu ermöglichen. Notfallsanitäter Torsten Schnack hatte mit der Feuerwehr drei Unfallszenarien auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich vorbereitet: Seitenaufprall, PKW auf dem Dach liegend und Frontalaufprall. Jedes Mal war ein Fahrer aus dem verunfallten Fahrzeug zu bergen.

Koordinierte Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Notärzten

Das Besondere an diesem praktischen Teil der Fortbildung war, dass er ohne Zeitdruck durchgeführt wurde. Mit dem Wissen aus dem theoretischen Teil, der für Verständnis der jeweils anderen Rettungseinheiten sorgte, machten sich die Gruppen an den Fahrzeugen gemeinsam daran, das Vorgehen zu besprechen und abzustimmen. Im Notfall muss sehr koordiniert vorgegangen werden, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. Wie Dr. Schwegmann zuvor erläuterte, wird darauf geachtet, die sogenannte „Golden Hour of Shock“ einzuhalten. Das erklärte Ziel ist es, dass ein Patient spätestens eine Stunde nach dem Unfallhergang im Krankenhaus ankommt, damit die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes möglichst gering bleibt. Dieser Wert wurde aus einer Vielzahl von Statistiken und Studien abgeleitet und gibt einen Anhaltspunkt für durchschnittliche Verletzungsmuster von zuvor gesunden Menschen.

Die Feuerwehrleute öffneten die Fahrzeuge mit schwerem Gerät, während die verunfallten Fahrer parallel erstversorgt werden sollten. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten des Vorgehens durchgesprochen. Interessiert verfolgten auch Polizisten der Polizeiinspektion Andernach diese Übung, da die Polizei an einem Unfallort eigene Aufgaben übernimmt und wissen muss, was die Rettungsdienste tun. „Ein regelmäßiges Trainieren von Rettungseinsätzen ist enorm wichtig“, fasst Dr. Torsten Bähner, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am St. Nikolaus-Stiftshospital zusammen. „Man lernt die Arbeitsschritte der anderen besser kennen und übt, sich optimal zu koordinieren und abzusprechen.“

Insgesamt waren bei dieser Fortbildung 32 Mitarbeiter der Rettungsdienste im Einsatz. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm aus Urmitz, Mülheim-Kärlich und Weißenthurm war mit 27 Einsatzkräften vor Ort.


Ansprechpartner

Frau Susanne Unmack

Susanne Unmack

Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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