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Notfall

Konduktive Förderung nach Petö in Rheinland-Pfalz

Die konduktive Förderung nach Petö wurde in Ungarn entwickelt und richtet sich an behinderte Kinder und Erwachsene. Ziel ist es, den behinderten Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, den Alltag unabhängiger zu gestalten.


Die Konduktive Förderung nach Petö ist ein ganzheitliches Konzept, das cerebral geschädigte Kinder und Erwachsene fördert. Es setzt sich aus Elementen der Pädagogik, Ergotherapie, Psychologie, Logopädie und Krankengymnastik zusammen. Ziel ist es, die größtmögliche Selbstständigkeit des Patienten zu erreichen. Die Kinder lernen, sich nach ihren Möglichkeiten frei zu bewegen, um ihren Alltag so unabhängig wie möglich gestalten zu können. Die Konduktive Förderung wird ausschließlich von Diplom-Konduktoren durchgeführt. Die Methode der Konduktiven Förderung beinhaltet Anteile aus den Bereichen

  • Physio- und Ergotherapie
  • Pädagogik und Psychologie
  • Logopädie
  • Bewegungs-, Sprach- und Rhythmusförderung
  • Ausbau sozial-emotionaler Fähigkeiten in der Gruppe
  • Erreichen von Selbständigkeit im Alltag

Die Konduktive Förderung ist gekennzeichnet durch die Einheit von Pädagogik, Therapie und Alltagsleben. Sie fördert parallel die motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten und führt die Fähigkeiten in allen Entwicklungsbereichen in einem komplexen Lernprozess zusammen.

Zielsetzung

Das Ziel der Konduktiven Förderung ist, eine möglichst selbständige, von fremder Hilfe unabhängige Lebensweise zu erreichen, die zur Integration in das gesellschaftliche Leben führen soll. Es geht nicht allein um das Erlernen motorischer Grundfähigkeiten und koordinativer Eigenschaften. Vielmehr ist es Ziel, auch intellektuelle und sozial-emotionale Fähigkeiten auszubilden und eine größtmögliche Selbständigkeit im lebenspraktischen Handeln zu erlangen.

Für wen ist die Konduktive Förderung geeignet?

An der Konduktiven Förderung können sowohl Kinder als auch Erwachsene teilnehmen. Man kann in jedem Lebensalter beginnen. Geeignet ist die Konduktive Förderung für Menschen mit

  • cerebralen Bewegungsstörungen (spastische, ataktische, dyskinetische Syndrome)
  • Mehrfachbehinderungen
  • Querschnittslähmungen (Spina Bifida)
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Hemiplegien nach Apoplex (Erwachsene)
  • Zuständen nach Schädel -Hirntraumen
  • Multiplex Sklerose
  • Parkinson

Konduktive Förderung in Andernach

Das St. Nikolaus Stiftshospital verfügt über einen jahrzehntelangen breiten Erfahrungsschatz in der Konduktiven Förderung. Wir bieten die ganzheitliche Förderung ganzjährig an, ergänzt durch Intensivtherapie-Blöcke während den Oster-, Sommer- und Herbstferien. In Rheinland- Pfalz sind wir die einzige Einrichtung, die die Konduktive Förderung in dieser Form umsetzt. Unser Angebotsspektrum umfasst:

  • Frühförderung (unter 3 Jahre)
    - Eltern-Kind-Gruppe (2 Stunden)
    - Einzelförderung mit einem Elternteil (1Stunde) 
  • Kindergartengruppe (3 - 6 Jahre)
    - 3 - 4 Stunden
  • Schulkindergruppen (6 - 18 Jahre)
    - 3 - 4 Stunden
  • Erwachsenengruppe (ab 18 Jahre)
    - jugendliche Erwachsene (3 Stunden)
    - Erwachsene (Einzel- oder Gruppenförderung: 1 - 2 Stunden)

Die Konduktive Förderung wird mit wenigen Ausnahmen in Gruppen durchgeführt. Nach Möglichkeit werden dabei Kinder, Jugendliche oder Erwachsene ähnlichen Alters mit unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten in einer Gruppe zusammengefasst. So entsteht eine dynamische, aktive Gruppe mit vielfältigen Möglichkeiten zum Austausch und zur Nachahmung untereinander. Kostenübernahme Die Konduktive Förderung wurde bislang leider nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Somit tragen die Patienten selbst bzw. ihre Eltern die Kosten. Teilweise werden die Kosten der Konduktiven Förderung von Sozialhilfeträgern als Eingliederungshilfe übernommen.

Weiterführende Links

Kontakt

Szilvia Berendné-Sipos

Spenden an die Konduktive Förderung nach Petö

Die Konduktive Förderung ist ein Projekt, das uns besonders am Herzen liegt. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wichtigen Beitrag, damit Kinder mit erheblichen Einschränkungen ein selbstbestimmteres Leben führen können, denn die Krankenkassen kommen für die Therapien leider nicht auf. Wir danken allen Spendern – auch im Namen der Kinder und ihrer Eltern - sehr herzlich für ihre großzügigen Zuwendungen.
Unsere Geschäftsführung informiert Sie gerne darüber, wofür Ihre Spende im Detail eingesetzt werden kann.

Kontakt

Cornelia Kaltenborn

Geschäftsführerin

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