Das St. Nikolaus-Stiftshospital ist eine zertifizierte Endometrioseklinik und erfüllt die damit verbundenen strengen Qualitätskriterien in Diagnostik, operativer Therapie und Nachsorge. Ein zentraler Bestandteil der zertifizierten Versorgung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gynäkologie, Chirurgie, Schmerztherapie und Physiotherapie. Bei operativen Behandlungen liegt der Schwerpunkt auf möglichst schonenden Verfahren. Eingriffe erfolgen in Andernach fast ausschließlich minimalinvasiv.
Die Klinik verfolgt einen patientenzentrierten Ansatz: Therapieentscheidungen werden bewusst im Sinne des Shared Decision Making, also gemeinsam mit der Patientin getroffen, um eine Strategie zu entwickeln, die zu ihrer individuellen Lebenssituation passt.
Für Endometriosepatientinnen wurde eine Spezialsprechstunde eingerichtet. Es existieren zudem eine Kooperation mit der Universitätsklinik Bonn im Bereich der psychosomatischen Betreuung sowie eine eigene Selbsthilfegruppe, um den Austausch der Betroffenen zu fördern.
Perspektivisch plant das St. Nikolaus-Stiftshospital, sich verstärkt in der Forschung engagieren, um neue therapeutische Ansätze aktiv mitzugestalten.
Endometriose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der sich Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedelt. Sie gilt als eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und betrifft schätzungsweise 8 bis 15 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter. Die Erkrankung kann zu starken Schmerzen, chronischer Erschöpfung oder unerfülltem Kinderwunsch führen. Da die Symptome oft diffus sind, vergehen bis zur korrekten Diagnose meist viele Jahre.
Leitende Oberärztin

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kolposkopiediplom AGCPC